7:20. Die Vögel zwitschern, der Wind rauscht im Schilf. Friedlich dösen wir noch eine halbe Stunde. Vor dem Frühstück Baden im See. Erst sehr kalt, überraschend dann doch ganz angenehm. Frühstück auf dem Steg. Auch die Straße zurück zur Fahrradroute ist überraschend gut und bis Wolin kommen wir mit wenig Autoverkehr und Kolonnenfahren gut voran. Auch danach guter Untergrund mit erträglich viel Verkehr. Dann erreichen wir Miedzywodzie, das Tor zur Hölle. Bis Kolobrzeg sollte sich daran fast nichts ändern : alle Dörfer genau gleich, mit den gleichen grauenhaften Rummel – Plastik – Strandpromenaden, den gleichen sonnenverbrannten Touri-Zombies. Wir erreichen den billigsten der vielen gleichen Campingplätze der sich auf unserer Karte als Biwak Platz getarnt hatte und gehen nochmal zum Strand. Auf dem Rückweg erreicht das grauen eine neue Stufe : Touri-Zombies tanzen zu polnischen Schlagern in voller Lautstärke fast direkt neben unserem Zelt. Immerhin finden wir in unserem Nachbarn einen Verbündeten der uns ab 23 Uhr ruhe verspricht.
